Sprüche - Kunst und Kultur
Auch der Bereich der Kunst und Kultur ist natürlich vor Betrachtungen nicht gefeit...
Wenn Autor/innen ohne großes Oeuvre von sich behaupten, "nur mehr Lyrik" zu schreiben, dass liegt der Gedanke nahe, das sie sich vor profaner Kritik schützen wollen. Man beachte: Je umständlicher und unverständlicher der Text, desto größer die Absicht zu blenden.
Interessant scheinen jene Fernsehschauspieler/innen, deren Namen ich mir nicht merken kann. Sie spielen meist Allerwelt und verschiedenste Rollen. In jenem Moment, in dem ich mir ihren Namen merke, verlieren diese Schauspieler ihren Reiz und nerven nur mehr durch ihre Überpräsenz. Keine Angst ich nenne jetzt keine Namen, um die betreffenden Schauspieler/innen nicht zu entzaubern.
Wiener Kulturpolitik: Fördern und nicht fordern. Schon gar nicht von den Geförderten.
Wie sagte einmal ein politischer Funktionär: "Kunst ist eine Krücke." Aber was ist mit jenen, die keine Krücken brauchen...
Inflationär Bücher zu verschenken (wie z.B. bei der Aktion "Eine Stadt. Ein Buch" in Wien) erhöht sicher nicht die Lesefreudigkeit, sondern funktioniert nach dem Prinzip "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft."
Der Unterschied zwischen so genannter "E-Kultur" und "U-Kultur" besteht in letzter Instanz im Zeremoniell.
Es gehört in Wien offenbar zum guten Ton zu einer Lesung mit Verspätung einzutrudeln.
Im XX. Jahrhunderte war Avantgarde gefragt. Diese Zeiten sind vorbei.
spruecheklopfer - 8. Aug, 09:11